Pressemitteilungen in eigener Sache/ Basın açıklamaları

 

"Avrupada Ramazan" adlı programda Kanal Avrupanın Camiimizde gerçeklestirmiş olduğu canlıyayın:

 

Live Stream aus der Moschee am 05.06.2017 vor, während und nach dem gemeinsamen Fastenbrechen

 

https://www.youtube.com/watch?v=uNH29JmEQU0

 

Pressemitteilung zu dem Beitrag im HR Fernehen vom 29.05.2017   http://hessenschau.de/tv-sendung/video-33954.html

(01.06.2017)

In letzter Zeit werden häufig Kommentare und/oder Berichte in Sozialen Medien und Nachrichten über die Mattenberg Mevlana Moschee verbreitet, welche in keiner Weise den Tatsachen entsprechen. 

 

Seit mehr als 10 Jahren veranstaltet die Mattenberg Mevlana Moschee den traditionellen Frühlingsfest. 

Dies wird von uns organisiert, um das friedliche und verständnisvolle Zusammenleben miteinander  zu feiern und zu fördern. Dabei bieten wir  unseren Gästen, zahlreiches kulinarisches Essen und  Kulturelles aus der Türkei. 

Seit Anbeginn kommen unsere Nachbarn und natürlich auch Politiker zu unserem Frühlingsfest. 

Sie essen und feiern mit uns zusammen. Hierzu gehört auch, dass der Eine oder Andere sich für unsere Kultur interessiert und es auch mal ausprobiert. Unsere Gäste haben die Möglichkeit  sich beispielsweise als Sultan zu verkleiden und sich als Andenken  fotografieren zu lassen. Die meisten, die schon einmal in der Türkei Urlaub gemacht haben, haben sicherlich diese Gelegenheit auch  schon genutzt. 

Es ist bedauerlich zu zusehen, dass weder, Nachrichtensender, noch eingeladene Parteifraktionen sich nicht einmal die Mühe machen auf unser Fest zu kommen, aber  hinterher meinen Berichte bringen zu müssen und Fotos zu kommentieren, die sie in den sozialen Medien gefunden haben, in die sie ihre Gedanken interpretieren, die in keiner Weise mit der Realität übereinstimmt.

Wir sind eine parteiunabhängige muslimische Gemeinde, die sich um ein friedliches Zusammenleben miteinander bemüht. 

Schenken Sie bitte solchen unglaubwürdigen Personen und Nachrichten keine Aufmerksamkeit. Besuchen Sie uns in unserer Moschee und lassen sie uns bei einem Glas Tee ins Gespräch kommen, stellen uns Ihre Fragen, lassen sie uns kennenlernen.  Verfolgen sie unsere Webseite, die wir erstellen, um maximale Transparenz zu ermöglichen. 
Schauen Sie sich unsere aktuellen Projekte an. Folgen Sie unserer offenen Einladung und nehmen Sie an unserem „Fastenbrechenessen“  teil. 

Es gibt jede Menge, die wir  voneinander lernen können, wenn wir miteinander reden, nicht übereinander.

 

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand der

Mattenberg Mevlana Moschee

 

Erklärung zur Anfrage der Kasseler Linken: DITIB Gemeinde in Kassel

11. Sitzung Ausschuss für Recht, Sicherheit, Integration und Gleichstellung

 

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,  

 

zur Anfrage der Kasseler Linken „Aktualisiert: DITIB Gemeinde in Kassel“ vom 01. Juni 2017 an den Ausschuss für Recht, Sicherheit, Integration und Gleichstellung, sowie zu der Pressemitteilung „DITIB-Feier mit OB Hilgen in der Mattenberger Gemeinde“ vom 29. Mai 2017, möchten wir folgendermaßen Stellung nehmen:

 

Zur Kritik der Kasseler Linken an der DITIB-Feier mit OB Hilgen:

Das Frühlingsfest unserer DITIB Moscheegemeinde Mattenberg war eine Veranstaltung mit osmanischer Folklore, Kulinarik, Musik, Spiel, Tanz, Gebetsraumführung und vielem mehr. Alle Bürgerinnen und Bürger von Kassel waren im Sinne der interkulturellen und interreligiösen Freundschaft herzlich eingeladen. Besonders die Kinder und Jugendlichen der Moscheegemeinde begeisterten mit Auftritten in folkloristischen Kostümen –  vom Derwischtanz über Volkstänze der Mädchen bis zu historisch-musikalischen Impressionen, der typischen Marschmusik, die auch in Deutschland auf Schützen- oder Stadtfesten, Kirmes oder Umzügen nachgestellt werden und seit Jahrhunderten ein wichtiges Kulturgut darstellen. Uns wurde vorgeworfen, dass bei der Veranstaltung Fahnen mit Symbolen extremistischer Gruppen geschwenkt wurden. Dies waren jedoch lediglich Fahnen, die zu den bereits erwähnten Folklore-Kostümen gehörten. Die Symbolik der drei Halbmonde stammt aus dem Osmanischen Reich und steht für die drei Kontinente Asien, Afrika und Europa, die zum damaligen Staatsgebiet des Osmanischen Reiches gehörten, und ist in etwa so geläufig und weit verbreitet wie die Fahnen-Symbolik der Königslilie, die ebenfalls Ausdruck und Symbole einer europäischen Geschichte sind und sich auf verschiedenen Fahnen, Deko-Gegenständen oder künstlerischen Abbildungen finden.

 

OB Hilgen beehrte uns mit seinem Besuch. In einem spontanen und kurzen Moment der Feier, die in ungezwungener und einander zugewandter Atmosphäre stattfand, entstand die rein folkloristische Aufnahme von OB Hilgen im Sultanskostüm – eine harmlose Momentaufnahme einer Verkleidung mit Situationskomik ohne Hintergründe. Diese wird nun zum politischen Themen-Setting genutzt. Dies ist für uns nicht nachvollziehbar. Mittelalterliche Kostüme von Königen oder Päpsten werden ja auch nicht medial oder politisch demontiert, obwohl auch diese immer für eine bestimmte, nicht immer friedliche oder völkerverständigende „dunkle“ Epoche stehen.

 

Des Weiteren wirft die Kasseler Linke der DITIB in ihrem Antrag und ihren Erklärungen öffentlich unter anderem auf tendenziöse und undifferenzierte Weise Folgendes vor: nachgewiesene Spionage im Auftrag der türkischen Regierung, Verherrlichung des Märtyrertods durch den Mattenberger Imam auf einer Kundgebung in Kassel, Bespitzelungen von Gülen-Anhängern und anderen Gruppierungen, Verbreitung von Comics, in denen auf die Schönheit des Märtyrertodes verwiesen wird, Regierungspropaganda für die AKP in DITIB Moscheen, Verbreitung von Hasstiraden des türkischen Staatspräsidenten in der türkischen Community in Kassel, lokale Informationserhebung für den türkischen Geheimdienst, Bespitzelung türkeistämmiger Oppositioneller in Kassel sowie Beeinflussung von türkeistämmigen Muslimen durch die türkische Regierung. Ferner wird haltlos spekuliert, ob türkische Geheimdienstmitarbeiter organisatorische und räumliche Strukturen unserer DITIB-Gemeinde für ihre Arbeit nutzen.

 

Wie vom DITIB-Bundesverband seit Beginn der Spionage-Vorwürfe von Anfang an und wiederholt öffentlich mitgeteilt und ebenfalls bereits im Februar 2017 im mündlichen Bericht des NRW-Verfassungsschutzpräsidenten Burkhard Freier im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags festgestellt wurde, war die DITIB als Organisation in keiner Weise in die Thematik zu den Imam-Berichten eingebunden.

Durch den Bericht wurde sachlich festgestellt, dass der DITIB-Bundesverband und die DITIB-Landesverbände zu keinem Zeitpunkt von Personen oder Abteilungen irgendwelche geheimen und persönlichen Informationen eingefordert haben.

DITIB hat in Gesprächen mit der DIYANET, welche die Dienstaufsicht über die Imame hat, um Aufklärung gebeten, was dann auch geschah. Der DITIB-Bundesverband hat in den vergangenen Wochen und Monaten zu dieser Thematik in diversen themenbezogenen Presse-Erklärungen und in Interviews stringent, mehrfach und wiederholt beteuert, nicht involviert zu sein. Die DITIB wurde offiziell entlastet. Es gibt keine Ermittlungen gegen die DITIB als Verband oder einzelne DITIB-Moscheen, sondern gegen Einzelpersonen – und auch diese laufen noch, was bedeutet, dass grundsätzlich die Unschuldsvermutung gilt. Seit Beginn der öffentlichen Diskussion um dieses Thema hat die DITIB angemerkt, dass selbige vorverurteilend, verallgemeinernd und unsachlich geführt wird.

Zur Thematik um den Imam unserer Gemeinde im Speziellen und die Imame im Allgemeinen ist die Position der DITIB, die ebenfalls stets kommuniziert wurde, eindeutig: Die Aufgaben eines Imams sind auf religiöse Dienste beschränkt. Wenn ein Imam zu verschiedenen Anlässen also als Religionsbeauftragter spricht, religiöse Prinzipien anmahnt oder beispielsweise Fürbitten anleitet, dann ist dies über religiöse Dienste gedeckt. Darüber hinausgehendes Engagement jedoch kann ein Imam nur als Privatperson betreiben und sollte dabei die klare Trennung seiner Rollen beachten und Kompetenzüberschreitungen gewissenhaft vermeiden.

Wir möchten betonen, dass die Mehrheit der Imame in den DITIB-Gemeinden hervorragende religiöse und soziale Arbeit leistet und Kompetenzüberschreitungen dieser Art im Normalfall nicht auftreten.

DITIB ist zudem eine Religionsgemeinschaft – eine überparteiliche Organisation, die jede Art von parteipolitischer Aktivität in ihren Räumlichkeiten und an ihren Gemeindeplätzen seit Gründung laut Satzung verbietet.

 

Zu den Vorwürfen der Verbreitung des Comics möchten wir betonen, dass der betreffende Comic weder von der DITIB verfasst und herausgegeben wurde, noch wird er in den DITIB-Gemeinden verwendet. Auch diese Diskussion ist ein Politikum, das zur Diffamierung des DITIB-Verbandes zitiert wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Bekir Alboğa

Generalsekretär / Genelsekreter

Türkisch Islamische-Union (DITIB)

 

März 2017

 

Sehr geehrte Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner,

 

mit Bestürzung und Bedauern haben wir die Verlegung des Veranstaltungsortes "Trialog der Religionen" und Ihre Argumente vernommen. Die angegebenen Gründe und Thematiken, die zu dieser Entscheidung geführt haben, spiegeln keinesfalls die Haltung und Grundsätze der DITIB wider. Als DITIB sind wir auf Bundes-, Länder- und Kommunal-Ebene weiterhin Ansprechpartner und darüber hinaus Gesprächspartner des Deutschen Katholikentages, des Zentralkomitees der Katholiken, der EKD, des Deutschen Evangelischen Kirchentags, der Deutschen Islamkonferenz und des Nationalen Integrationsgipfels der Bunderegierung. Auch sind unsere Landesverbände mit den jeweiligen Landesregierungen und Landeskirchen im Gespräch. Es ist erstaunlich, dass Sie als Religionsgemeinschaften wegen des Fehlverhaltens einer Person, die sich für sein Handeln, das Raum für Fehlinterpretation geschaffen hat, bereits entschuldigt hat, voreilige Schlüsse ziehen und sich darin wie eine politische Partei verhalten.

 

Es ist bekannt, dass die DITIB seit Ihrer Gründung im Jahre 1984 alle religiösen Glaubensüberzeugungen und Weltanschauungen respektiert, und ihre Türen für alle öffnet, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, politischer Gesinnung oder Weltanschauung.

 

Zur Thematik um den Mattenberger Imam im Speziellen und die Imame im Allgemeinen ist unsere Position, die wir stets stringent kommuniziert haben, eindeutig: Die Aufgaben eines Imams sind auf religiöse Dienste beschränkt. Wenn ein Imam zu verschiedenen Anlässen also als Religionsbeauftragter spricht, religiöse Prinzipien anmahnt oder beispielsweise Fürbitten anleitet, dann ist dies über religiöse Dienste gedeckt. Darüber hinausgehendes Engagement jedoch kann ein Imam nur als Privatperson betreiben und sollte dabei die klare Trennung seiner Rollen beachten und Kompetenzüberschreitungen gewissenhaft vermeiden.

Wir möchten betonen, dass die Mehrheit der Imame in den DITIB-Gemeinden hervorragende religiöse und soziale Arbeit leistet und Kompetenzüberschreitungen dieser Art im Normalfall nicht auftreten.

 

Auch die Vorwürfe des Antisemitismus und der Christenfeindlichkeit durch vereinzelte, mehrheitlich private Facebook-Postings haben wir ausführlich und wiederholt öffentlich kommentiert und dabei jegliche Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit abgelehnt und verurteilt. Anbei finden Sie diesbezüglich unser Statement, das für jeden nachlesbar auf unserer Homepage veröffentlicht ist:

http://www.ditib.de/detail1.php?id=563&lang=de

 

Auch bilden wir unseren Nachwuchs in den Moscheen im Sinne der Freundschaft und Partnerschaftlichkeit mit anderen Religionen aus. Gegenseitige Besuche von Gotteshäusern und ein lebendiger Dialog mit und zwischen den Religionsgemeinden ist seit jeher Teil unser Gemeindearbeit. Aktuell war ich darüber hinaus als Lehrbeauftragter der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sogar mit muslimischen Studierenden des ZIT (Zentrum für Islamische Theologie) in der Synagoge Münster und in der katholischen Kirchengemeinde Münster-Süd zu Besuch. Im Folgenden finden Sie die Pressemeldungen zu diesen Kooperations-Veranstaltungen ebenfalls veröffentlicht auf unserer Homepage.

http://www.ditib.de/detail1.php?id=568&lang=de

http://www.ditib.de/detail1.php?id=572&lang=de

 

Als DITIB-Verband appellieren wir an Sie, nicht zuzulassen, dass nicht repräsentative Einzelfälle den Trialog negativ beeinflussen und alle Muslime in unseren Gemeinden, die unermüdlich an den partnerschaftlichen Beziehungen arbeiten, pauschal in Mitleidenschaft ziehen. Denn dies ist das Signal, dass durch eine Absage der Veranstaltung an die DITIB als Gastgeberin an alle Religionsgemeinden und an die Öffentlichkeit ausgesandt würde. Gerade zu Krisenzeiten müssen wir näher zusammenrücken, dürfen bestehende Brücken nicht abreißen und müssen am Gemeinsinn arbeiten. Alle gemeinsam tragen wir nicht nur Verantwortung für den interreligiösen Dialog, sondern ebenfalls für das gesamtgesellschaftliche Klima vor Ort, aber auch weit darüber hinaus.

 

Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

 

Beste Grüße

 

 

Dr. Bekir Alboğa

Generalsekretär / Genelsekreter

Türkisch Islamische-Union (DITIB)

(26.2.2017)

 

Sehr verehrte Damen  

Sehr geehrte Herren, 

 

Die Zeitungsberichte von letzter Woche haben uns zu tiefst getroffen und nachdenklich gestimmt. Man konnte als Leser und „Betroffene aus der Gemeinde“ sich nicht  überzeugen, dass diese Nachricht eine objektive Berichterstattung sei. Dass Behauptungen und Fakten, nicht nur zum Teil verdreht, vertauscht und ausgewählte, rhetorische Ausdrücke eingesetzt wurden, damit ein falsches Bild entsteht.  Es ist leider zu beobachten, dass die islamischen Gemeinden bundesweit, mittlerweile nun auch in Kassel, einer subtilen Konfrontation gegenüberstehen, in dessen Sog wir uns nicht hineinbegeben werden. Dies führt zu keinem friedlichen Miteinander, geschweige denn zu einer konstruktiven Gemeinschaft.  

 

Wir, stehen hinter unserem Imam Herrn Ögrünc 

Herr Ögrünc steht nunmehr seit über drei Jahren im Dienste unserer Moscheegemeinde, er genießt das Vertrauen unserer Gemeinde von Jung bis Alt. Als Imam ist Herr Ögrünc nicht nur der Vorbeter und Prediger, sondern dient mit seiner Persönlichkeit, außergewöhnlichem Engagement und Fürsorge als Vorbild für Respekt und Menschlichkeit. Mit jedem einzelnen Gemeindemitglied steht unser Imam auf eine Weise im Bezug. Es wäre nicht übertrieben, wenn man Behauptet, dass er fast jeden mit Namen, oder zu jedem Namen mindestens ein Gesicht kennt. Allein die Tatsache, dass der Imam einem Interview gegenüber der Presse offengegenüberstand, zeigt,  dass er weltoffen ist und keine Geheimnisse hegt. Jeder Besucher seiner Moschee wird das gespürt haben, denn es gibt Schulen und Lehrkräfte, die bereits wiederholt mit ihren Klassen die Moschee besucht haben. 

 In unserer Gemeinde wurde und wird zu keinem Zeitpunkt Hass-, Gewalt-, oder Hetzpredigten gehalten, oder zu Kriegen oder gar zum Vernichten vom eigenen oder fremden Menschenleben aufgerufen. Wir als Gemeinde werden dergleichen nicht dulden, und als Vorstand der Gemeinde, distanzieren wir uns ausdrücklich und explizit von jeglicher Form von Handlungen und Aktionen, die unsere gemeinsamen weltlichen und demokratischen Werte von einer friedlichen Gemeinde, Stadt und Welt in Gefahr bringen oder zerstören würden.  

Wir möchten an dieser Stelle an ein halbes Jahrhundert gemeinsam in Frieden verbrachte Zeit erinnern; an Nachbarschaften, Freundschaften, berufliche und geschäftliche Beziehungen. Wir, die 2. bis mittlerweile 4. Generation der ehemals türkischen Gastarbeiter, sind hier angekommen, in der Fremde. Diese Fremde ist unsere Heimat geworden. Wir wohnen hier nicht nur, wir leben. 

Als Anwohner von Oberzwehren und der Mattenberg Siedlung haben unsere Eltern ,und zum Teil Großeltern, nicht dafür gearbeitet und gekämpft, die Mevlana Moschee , die ja bekanntlich unter dem Dachverband der Ditib, nach deutschem Vereinsrecht steht und geführt wird, zu errichten und zu finanzieren, damit sie dafür genutzt wird, unsere und die Zukunft unserer Nachkommen in Gefahr und Unruhe zu bringen. Vielmehr arbeiten wir täglich daran, dass aus unserer Mosche ein Ort der Bildung, der Integration und besonders für Jugendliche einer für Anstand und Respekt hervorgeht.

Wir sind stolz, auf über dreißig Jahre erfolgreich geführte Vereinsarbeit, zurückzublicken, die sicherlich noch ausgeweitet und weiterentwickelt werden wird. Das ist unser Ziel dafür für gilt unser Einsatz.  Wir möchten in diesem Sinne die Institutionen, mit denen wir bisher zusammen gearbeitet haben und die uns kennen, bitten, alles  im Rahmen ihrer Möglichkeiten stehende uns als Unterstützung zu bieten, um diese haltlosen und rufschädigenden Behauptungen und den Versuch das Bild unserer Moschee zu verzerren, richtigzustellen.  

Vielen Dank für die bisherige Zusammenarbeit und auf viele noch Gemeinsame hoffend verbleiben mit  

Freundlichen Grüßen 

Im Namen des Vorstandes 

Sümer Bas 

Kassel, 26.02.2017 

 

Pressemeldung ( Februar 2017)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
seit dem 25. November 2013 arbeite ich als Imam in der Mevlana Moschee in Kassel Mattenberg. Im Rahmen meiner Tätigkeit habe ich in der Moschee und außerhalb der Moschee mit Schulen, Kirchen und weiteren NGOs immer den Menschen im Mittelpunkt gesehen und die persönliche Weltanschauung stets geachtet. Ich bin gegen jede Form von Diskriminierung, Terror und Gewalt und fördere den gesellschaftlichen Frieden. Aus meiner religiösen Motivation heraus werde ich mich auch in Zukunft für den gesellschaftlichen Frieden einsetzen. 
Gemäß dem koranischen Prinzip „Wenn jemand einen Menschen tötet, ist es so als hätte er die ganze Menschheit getötet und wenn jemand einem Menschen das Leben rettet, ist es so, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben gerettet“, ist es meine Berufung das Leben in Achtung und Respekt zu fördern. 
Ich bedauere dass in den letzten Tagen falsche Tatsachenbehauptungen gegen meine Person in der Öffentlichkeit tangiert haben. 
Ich habe mich persönlich im Anschluss des gescheiterten Putschversuchs in der Türkei hinter dem Rechtsstaat und der Demokratie gestellt. Dabei verurteile ich die Unterwanderung des Rechtsstaates und jede Form von Putsch gegen die Demokratie. 
Bei dem Treffen in Kassel habe ich keine Rede gehalten sondern eine Fürbitte gehalten. In meiner Fürbitte habe ich die Menschen zur Solidarität mit der Demokratie und dem Rechtsstaat in der Türkei eingeladen. Imame und Religionsgemeinschaften dürfen nicht für politischen Wahlkampf instrumentalisiert werden. 
Das ist absolut inakzeptabel! Als die größte muslimische Religionsgemeinschaft war die DITIB seit Anbeginn ihrer Gründung immer ein Vorbild in Sachen Toleranz, Harmonie, Verständigung und Frieden. Auch war sie immer eine Vermittlerin von Glauben, Gebeten und Ethik. Dabei tragen Imame eine besondere Verantwortung und haben immer dazu beigetragen friedvolle und tugendhafte Individuen für die Gesellschaft zu gewinnen. Umso trauriger sind die undifferenzierten Berichterstattungen, die die Imame über einen Kamm scheren und deren große Leistung missachten. Es verletzt meine Kollegen und mich als Personen dargestellt zu werden die spalten, stigmatisieren und polarisieren. Diese Form der Berichterstattungen sind nicht nur falsche Tatsachenbehauptungen sondern schaden zudem der pluralistischen Gesellschaft. Viele in Deutschland beheimatete Muslime sind frustriert und empfinden einige Berichterstattungen diskriminierend. Ich befürchte das diese undifferenzierte Form der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung zwischen der nicht-muslimischen und der muslimischen Bevölkerung, insbesondere in der globalisierten Welt, tiefe Gräben schlägt. Ebenso mache ich mir große Sorgen darüber, dass diese Umgangsformen insbesondere junge Muslime traumatisieren können. Am Ende würden solche potenziellen Umstände der gesellschaftlichen Vielfalt und dem harmonischen Zusammenleben leider nur schaden. 
Dass  nunmehr über ein halbes Jahrhundert gewachsene deutsch-türkische Zusammenleben ist ein erfolgreiches Model in Bereichen wie der Kultur und Integration, was für politische Auseinandersetzungen nicht in Frage gestellt werden darf. Anstelle von populistischem Couleur wünsche ich mir konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge. 
Jeder muss sich der Verantwortung stellen und sich vor polarisierenden Äußerungen hüten. Denn nur mit Gutem kann das Gute gelingen. 
 
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Frieden 
 
Ihr Imam Semih Ögrünc
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© Türkisch Islamische Gemeinde zu Kassel Mattenberg e.v.